BUND Naturschutz gibt Tipps zu naturnahen Gärten

Am 22. Mai ist Internationaler Tag zum Erhalt der Artenvielfalt

Zum Internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai ruft der BUND Naturschutz (BN) zu mehr Natur in den Gärten auf und gibt Tipps, wie dies erreicht werden kann: „Geben Sie der Natur in  Ihrem Garten ein Chance und helfen Sie so mit, die Artenvielfalt zu erhalten“, appelliert Armin Amrehn, 1. Vorsitzender der BN Kreisgruppe Würzburg. „Schon eine nur ein- oder zweimal im Jahr gemähte Wiese kann sich zu einem Paradies für Schmetterlinge entwickeln und bietet Nahrung für viele Vogelarten“, weiß Steffen Jodl, Geschäftsführer beim BN.

Laut dem Artenschutzreport 2015  des Bundesamtes für Naturschutz ist der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland alarmierend. Ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten stehen auf der Roten Liste, sind also in ihrem Bestand gefährdet. Naturnahe Gärten können jedoch ein  wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten werden. „Einfach mal die Füße hochlegen und den Garten nicht ständig auf Ordnung trimmen“, rät der Biologe Steffen Jodl.

So können in Ecken herumliegende Zweige und Baumreste Zauneidechsen einen Lebensraum bieten.  Reisig- und Laubhaufen bieten Igeln Unterschlupf. Schmetterlinge und andere Insekten werden gefördert, indem man wenigstens einen Teil der Wiese nur ein- oder zweimal im Jahr mäht und auf Dünger verzichtet. Die Einsaat einer Wiesenblumenmischung beschleunigt die Entwicklung zum artenreichen Lebensraum mit Wiesensalbei, Wiesenflockenblume und Margerite.

Lässt man einen Teil auch über den Winter stehen, spart man Arbeit und bietet zahlreichen Vogelarten Sämereien für die kalte Jahreszeit. Vögel und Insekten freuen sich auch über eine artenreiche Hecke aus heimischen Gehölzen, wie Weißdorn, Hundsrose und Hartriegel.  Sie bietet das ganze Jahr über Nahrung und Deckung.

Unbedingt verzichtet werden sollte natürlich auf Pestizide.  Diese vernichten auch viele empfindliche „Nützlinge“,  reichern sich in der Nahrungskette an und schädigen Bodenorganismen.

Für Rückfragen:
Steffen Jodl / Diplom-Biologe und Geschäftsführer 
Tel. 0931/43972
E-Mail: steffen.jodl@bn-wuerzburg.de