Wenn Piraten Winzer fangen!

eine wilde Piratengruppe inmitten von Freunden und Gönnern: dritte von links Tanja Olbrich (Krabbelgruppe), dahinter Tatjana Schmitt (Waldpiraten JBN), Christian Deppisch, Vorsitzender Weinbauverein und die Theilheimer Weinprinzessin Selina Waltsgott.

Spendenübergabe an die Waldpiraten/Krabbelgruppe

Große Freude herrschte bei der Überreichung einer wirklich großzügigen Spende an die Kindergruppe des BUND Naturschutz, die Waldpiraten / Krabbelgruppe.

Die Erlöse des Familiennachmittags am Weinfestsonntag im letzten Jahr, wurden durch den Theilheimer Weinbauverein (ext. Link) „etwas“ aufgerundet und an die Leiter*innen der Waldpiraten/Krabbelgruppe übergeben.

Rechtzeitig zum Einzug der Krabbelgruppe, in den neu gestalteten Raum im Theilheimer Haus der Vereine, der durch den überraschenden Rauswurf aus der alten Schule notwendig geworden war, kam diese Spende wirklich gelegen. So konnten einige notwendige Einrichtungsgegenstände beschafft und vor allem neues Spielgerät organisiert werden.

Update – Radweg

Laut Michael Sedelmayer, Bürgermeister Randersacker, „wird der Markt Randersacker noch im Februar, eine weitere Rodung der geplanten Radwegtrasse auf der Randersackerer Teilstrecke vornehmen.“ (08.02.19).

Dadurch erfolgt diese Maßnahme somit noch vor der durch das Bundesnaturschutzgesetz festgelegten Schutzperiode, vom 1. März bis zum 30. September, so dass bei einem möglichen Baubeginn innerhalb dieses Zeitraums, ohne weitere Verzögerung mit dem Bau begonnen werden könnte.

ein Beitrag von radweg-theilheim.de

Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Die Rettung der Artenvielfalt in Bayern ist möglich!
In Bayern verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten, das ist wissenschaftlich belegt. Wir sind Zeuge des größten Artensterbens seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Diese Entwicklung müssen und können wir stoppen. Es geht dabei auch um unser Überleben: Wenn es keine Bienen und Hummeln mehr gibt, wer bestäubt dann unser Obst und Gemüse?

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Fahrrad-Demo mit großer Resonanz und starker Beteiligung!

Bei „Kaiserwetter“ fanden sich am Samstag Morgen über 250 Radfahrer vor dem Theilheimer Rathaus ein. Unter lautem Klingeln fuhren die Radfahrer dann durch die Hauptstraße des Ortes und dann weiter auf der Staatsstraße 2272 nach Randersacker. Nach der Umrundung des dortigen Kreisverkehrs am südliche Ortsende („Edekakreisel“) ging es dann zurück zur Abschlusskundgebung an der Theilheimer Jakobstalhalle.

Der lange Zug der Radler, wurde von einem Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Theilheim und einem Wagen der Polizeiinspektion Würzburg-Land gesichert.

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Große Fahrrad-Demo am Samstag den 22. September

Fahrrad-Demo am 22.09.2018 – „Ein Radweg für Theilheim – JETZT!“

Schon wieder sind mehrere Jahre vergangen und vom versproche­nen Radweg ist bis heute nichts zu sehen. Die Situation für uns Radfahrer auf der Staatsstraße wird immer gefährlicher: Autobahn-Ausweichverkehr, Raser, rücksichtsloses Uberholen … Theilheim zeigt, wie dringend notwendig dieser Radweg ist.
Zusammen demonstrieren wir, dass wir den Radweg brauchen und wollen.

Der Start ist am Rathaus in Theilheim. Aufstellung ab 9:30 Uhr. Der Demonstrationszug setzt um 10:00 Uhr in Bewegung. Wir werden von der Theilheimer Feuerwehr und der Polizei am Beginn und am Ende des Zuges abgesichert.

Wir radeln auf der Staatsstraße entlang des geplanten Radwegs nach Randers­acker, wenden dort am Kreisel und fahren auf der gleichen Strecke zurück zur Schlusskundgebung an der Jakobstalhalle.

Bitte achten Sie auf gut sichtbare Beklei­dung und den verkehrssicheren Zustand Ihres Fahrrades. Kluge Köpfe tragen Helm!

Wir freuen uns auf viele große und kleine Radfahrer!

putz.munter 2018

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder an der Aktion putz.munter teilnehmen. Wir treffen uns am Samstag, den 17. März um 9.30 Uhr an der Jakobstalhalle.

Wir würden uns wieder über viele freiwillige Helfer freuen. Ganz besonders natürlich über alle Eltern mit ihren Kindergarten- und Schulkindern!

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Altreifen im Altenberg – die Natur bewahren!

Montag, 31. Juli 2017, 7:59 Uhr, Frau Schnitzer schreibt:

„Herr Urlaub hat die Reifen inzwischen entfernt. Da er sie erst 2011 erworben hatte, war er der Ansicht, sie ohne Bedenken hier einsetzen zu können.“

wie immer … hier das Schreiben:

Reifen-als-Sandplatzeinfassung

In der Hoffnung dass Herr Urlaub versteht, dass es nicht nur um den PAK und HA-Öl Gehalt der Reifen geht, sondern auch um die gesamte, erhaltenswerte Kulturlandschaft Altenberg.

Altreifen im Altenberg – ab 2010 ist alles ok

Frau Schnitzler antwortet hier also wie immer schnell und präzise:

„Ihre Sorgen bzgl. der PAK und HA-Ölen sind nicht unberechtigt. Der Gesetzgeber hat hier reagiert. So regelt die REACH-Verordnung (http://www.reach-info.de/verordnungstext.htm) im Anhang 17 unter Ziff. 50 die neuen Grenzwerte für Weichmacheröle in Reifen und auch in Kinderspielzeugen ab 01.01.2010.
Herr Urlaub hat mir versichert, dass es sich bei den hier verwendeten Schlepperreifen um Modelle handelt, die nach dem 01.01.2010 hergestellt wurden. Herr Urlaub war lange Zeit Sicherheitsbeauftragter der Stadt Würzburg. Wir haben ausführlich über die Frage der Eignung dieser Reifen für eine Verwertung als Sandkasteneinfassung gesprochen.
Herr Urlaub ist gerne dazu bereit, mit Ihnen persönlich über Ihre Bedenken und Ihre gemeinsame Sorge um die Natur um Ihre schöne Wohnortgemeinde zu sprechen. Aus Ihrem Brief und meinen Telefonaten mit Herrn uvw habe ich den Eindruck, dass Sie beide sich im Grunde für dieselben Ziele einsetzen und es diesen Anliegen sicher gut tun würde, wenn Sie beide ins Gespräch kommen würden. Falls Sie Interesse haben, gehen sie bitte auf Herrn Urlaub zu.“

Wie immer, auch hier, die E-Mail im Original:

Reifen-als-Sandplatzeinfassung-1

Leider bin ich ein von Grund auf misstrauischer Zeitgenosse. Seit etwa dem Jahr 2000, werden alle Reifen mit einer 4-stelligen DOT Nummer (externer Link) versehen, aus der man das genaue Herstellungsdatum eines Reifens ablesen kann. Auf meine Anfrage beim Reifenhersteller „Fulda“ (Goodyear Dunlop Gruppe) erhielt ich in ebenfalls atemberaubender Zeit (Freitag Nachmittag!!!) die folgende Antwort:

„die Reifen sind in der Kalenderwoche 23 im Jahre 1996 hergestellt worden.“

Wer’s nicht glaubt: hier ist der Beweis:

EXT-EMail-aus-Fulda-KontaktBereich-Reifenrecherche

Diesen Sachverhalt habe ich Frau Schnitzler dann umgehend mitgeteilt, aber irgendwann ist dann auch mal Wochenende.

„ich war zwar kein Sicherheitsbeau4ragter, habe mich aber beruflich schon öfter mit dem Thema Compliance beschäfigt.
Die Firma Fulda Reifen hat mir glaubhaft versichert, dass die beiden Reifen in der 23. Kalenderwoche 1996 hergestellt wurden. Siehe Herstellerbestätigung in der Anlage.
Ich wäre Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie Ihre Beurteilung anhand aufgrund dieser neuen Informationon nun noch einmal überprüfen würden.“

Und dann, geht es am Montag weiter …

Altreifen im Altenberg – PAK & HA Öle

Nachdem ich erst einmal einen Moment sprachlos war, musste ich neidvoll anerkennen, dass Frau Schnitzer vom (externer Link) FB 53 des Landratsamtes, hier mit ihrer doch reichlich wörtlichen Interpretation des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, formal im Recht war. Der FB53 ist halt nicht die Untere Naturschutzbehörde.

Spinnt man den Gedanken konsequent zu Ende, dann kann jeder seine alten Pneus in seinen Vorgarten schmeißen, ein Häufchen Sand dazu und das ganze als Spielplatz deklariert und schon spart man sich die lästige fahrt zum Wertstoffhof (externer Link) und schnell hat man ein paar nette Euro gespart.

Es geht hier nicht alleine um die grenzwertige Entsorgung von Altreifen eine landwirtschaftlichen Betriebes. Ein Dorf wie Theilheim, sollte sich gerade besonders auf seine Alleinstellungsmerkmale besinnen. Eines der wenigen ist die solitäre Weinbergslage Altenberg.

Dass nun ausgerechnet der geplante Mainfränkische Kulturweg an einer „Altreifendeponie“ vorbeiführen soll, ist wohl eher als Geschmacklosigkeit zu bezeichnen.

Glücklicherweise hatte ich mich vor geraumer Zeit schon mit dem Thema Altreifen beschäftigt. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BGVV), warnt in einer Stellungnahme zur Nutzung von Autoreifen und -schläuchen als Spielgeräte in Kindergärten.

Insbesondere bezieht sich das Institut bei seiner Stellungnahme – externer Link – auch auf die Aussage des Reifenherstellers Continental. Dieser erklärt, dass er „Autoreifen und -schläuche für die Verwendung als Spielgeräte nicht geeignet halte.“

Gerade die bei der Reifenherstellung polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und hocharomatische Öle (HA-Öle), die bei der Herstellung von Reifen verwendet werden, stehen im besonderen Verdacht Erbgutveränderungen und Krebs auszulösen. Diese fallen daher unter das derzeitige, strenge europäische Gefahrgutrecht.

Wen es interessiert, hier das gesamte Schreiben im Original:

LRA-UA-FB53-wegen-Altreifenablagerung

Ein Kompliment muss ich Frau Schnitzer allerdings machen, für eine Behördenmitarbeiterin ist sie wirklich verdammt schnell. Keine zwei Stunden später und das auch noch am Freitag Nachmittag, liegt ihre wie immer freundliche, fachlich korrekte und ausführliche Antwort in meinem Postfach.

Bildnachweis Beitragsbild:
free license von www.archives.gov
National Archives Identifier (NAID) 542531 – BURNING_OF_TIRE_DUMP_CREATES_SMOKE_HAZARD_-NARA-_542531