Jetzt kommen die Waldpiraten

Hurra, endlich ist es soweit – die Kindergruppe Theilheim geht an den Start!

Unsere beiden Gruppenleiterinnen – Tanja und Tatjana – haben die Ausbildung beim JBN abgeschlossen. Am Samstag, den 14. April soll es dann losgehen.

Hier findet ihr die wichtigsten Informationen zum Programm und der Anmeldung:

Du bist zwischen 5 und 8 Jahren und hast Lust

  • Abenteuer in der Natur zu erleben,
  • die Welt der Tiere und Pflanzen zu entdecken,
  • viele spannende Spiele auszuprobieren
    und dich an der frischen Luft auszutoben?

Dann bist du genau richtig bei den „THEILHEIMER WALDPIRATEN“, der Kindergruppe des Bund Naturschutzes in Theilheim.

Wir treffen uns ab April jeden zweiten Samstag von 9.30-11.30 Uhr in der Natur rund um Theilheim. Dabei möchten wir mit Euch den Wald, den Bach, die Streuobstwiese und andere Lebensräume erkunden, erforschen und erleben. Wir werden matschen, toben, schnitzen, klettern und dabei die Welt entdecken.

Für folgende Treffen laden wir Dich ein, Treffpunkt jeweils an der Jakobstalhalle
• Samstag, 14.04.2018: „Entdeckungsreise im Frühlingswald“
• Samstag, 28.04.2018 „Insektensafari auf der Streuobstwiese“
• Samstag, 12.05.2018 „Lebensraum Blumenwiese“

Weitere geplante Termine: 26.05., 09.06., 23.06., 07.07., 23.07., 25.08 (Sommerausflug), 15.09., 29.09.

Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro pro Termin, für Mitglieder des BUND Naturschutz kostenlos.

Weitere Informationen gibt es nach eurer Anmeldung per E-Mail waldpiraten@bn-theilheim.de oder Rückfragen gerne auch bei Tatjana 9849018 oder Tanja 9848818 (ausgebildete Jugendgruppenleiterinnen).

Anmeldeschluss ist der 23.03.2018

Weitere Infos zur Jugendorganisation des BUND Naturschutz, findet ihr auch hier: jbn.de

Mitgliederversammlung 2018

Terminankündigung

Unsere jährliche Mitgliederversammlung der BN Ortsgruppe Theilheim,
findet am Mittwoch, den 7. März 2018, um 19:30 Uhr statt.
Wir treffen uns im Bioland Weingut Edgar Wallrapp,
in der Biebelrieder Straße 17.

Auf der Tagesordnung stehen:

  • Berichte des Vorstands und des Kassiers
  • Vorstellung der Kindergruppe Theilheim – die Waldpiraten
  • Der BN auf der LGS 2018 in Würzburg
  • Vorschau auf die Aktivitäten 2018
  • Sonstiges – Fragen und Anregungen

Über Ihr / euer zahlreiches Erscheinen würde ich mich sehr freuen. Alle interessierten Mitbürger*innen und Nichtmitglieder sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen.

putz.munter 2018

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder an der Aktion putz.munter teilnehmen. Wir treffen uns am Samstag, den 17. März um 9.30 Uhr an der Jakobstalhalle.

Wir würden uns wieder über viele freiwillige Helfer freuen. Ganz besonders natürlich über alle Eltern mit ihren Kindergarten- und Schulkindern!

putz.munter 2018 weiterlesen

Altreifen im Altenberg – die Natur bewahren!

Montag, 31. Juli 2017, 7:59 Uhr, Frau Schnitzer schreibt:

„Herr Urlaub hat die Reifen inzwischen entfernt. Da er sie erst 2011 erworben hatte, war er der Ansicht, sie ohne Bedenken hier einsetzen zu können.“

wie immer … hier das Schreiben:

Reifen-als-Sandplatzeinfassung

In der Hoffnung dass Herr Urlaub versteht, dass es nicht nur um den PAK und HA-Öl Gehalt der Reifen geht, sondern auch um die gesamte, erhaltenswerte Kulturlandschaft Altenberg.

Altreifen im Altenberg – ab 2010 ist alles ok

Frau Schnitzler antwortet hier also wie immer schnell und präzise:

„Ihre Sorgen bzgl. der PAK und HA-Ölen sind nicht unberechtigt. Der Gesetzgeber hat hier reagiert. So regelt die REACH-Verordnung (http://www.reach-info.de/verordnungstext.htm) im Anhang 17 unter Ziff. 50 die neuen Grenzwerte für Weichmacheröle in Reifen und auch in Kinderspielzeugen ab 01.01.2010.
Herr Urlaub hat mir versichert, dass es sich bei den hier verwendeten Schlepperreifen um Modelle handelt, die nach dem 01.01.2010 hergestellt wurden. Herr Urlaub war lange Zeit Sicherheitsbeauftragter der Stadt Würzburg. Wir haben ausführlich über die Frage der Eignung dieser Reifen für eine Verwertung als Sandkasteneinfassung gesprochen.
Herr Urlaub ist gerne dazu bereit, mit Ihnen persönlich über Ihre Bedenken und Ihre gemeinsame Sorge um die Natur um Ihre schöne Wohnortgemeinde zu sprechen. Aus Ihrem Brief und meinen Telefonaten mit Herrn uvw habe ich den Eindruck, dass Sie beide sich im Grunde für dieselben Ziele einsetzen und es diesen Anliegen sicher gut tun würde, wenn Sie beide ins Gespräch kommen würden. Falls Sie Interesse haben, gehen sie bitte auf Herrn Urlaub zu.“

Wie immer, auch hier, die E-Mail im Original:

Reifen-als-Sandplatzeinfassung-1

Leider bin ich ein von Grund auf misstrauischer Zeitgenosse. Seit etwa dem Jahr 2000, werden alle Reifen mit einer 4-stelligen DOT Nummer (externer Link) versehen, aus der man das genaue Herstellungsdatum eines Reifens ablesen kann. Auf meine Anfrage beim Reifenhersteller „Fulda“ (Goodyear Dunlop Gruppe) erhielt ich in ebenfalls atemberaubender Zeit (Freitag Nachmittag!!!) die folgende Antwort:

„die Reifen sind in der Kalenderwoche 23 im Jahre 1996 hergestellt worden.“

Wer’s nicht glaubt: hier ist der Beweis:

EXT-EMail-aus-Fulda-KontaktBereich-Reifenrecherche

Diesen Sachverhalt habe ich Frau Schnitzler dann umgehend mitgeteilt, aber irgendwann ist dann auch mal Wochenende.

„ich war zwar kein Sicherheitsbeau4ragter, habe mich aber beruflich schon öfter mit dem Thema Compliance beschäfigt.
Die Firma Fulda Reifen hat mir glaubhaft versichert, dass die beiden Reifen in der 23. Kalenderwoche 1996 hergestellt wurden. Siehe Herstellerbestätigung in der Anlage.
Ich wäre Ihnen zu Dank verpflichtet, wenn Sie Ihre Beurteilung anhand aufgrund dieser neuen Informationon nun noch einmal überprüfen würden.“

Und dann, geht es am Montag weiter …

Altreifen im Altenberg – PAK & HA Öle

Nachdem ich erst einmal einen Moment sprachlos war, musste ich neidvoll anerkennen, dass Frau Schnitzer vom (externer Link) FB 53 des Landratsamtes, hier mit ihrer doch reichlich wörtlichen Interpretation des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, formal im Recht war. Der FB53 ist halt nicht die Untere Naturschutzbehörde.

Spinnt man den Gedanken konsequent zu Ende, dann kann jeder seine alten Pneus in seinen Vorgarten schmeißen, ein Häufchen Sand dazu und das ganze als Spielplatz deklariert und schon spart man sich die lästige fahrt zum Wertstoffhof (externer Link) und schnell hat man ein paar nette Euro gespart.

Es geht hier nicht alleine um die grenzwertige Entsorgung von Altreifen eine landwirtschaftlichen Betriebes. Ein Dorf wie Theilheim, sollte sich gerade besonders auf seine Alleinstellungsmerkmale besinnen. Eines der wenigen ist die solitäre Weinbergslage Altenberg.

Dass nun ausgerechnet der geplante Mainfränkische Kulturweg an einer „Altreifendeponie“ vorbeiführen soll, ist wohl eher als Geschmacklosigkeit zu bezeichnen.

Glücklicherweise hatte ich mich vor geraumer Zeit schon mit dem Thema Altreifen beschäftigt. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BGVV), warnt in einer Stellungnahme zur Nutzung von Autoreifen und -schläuchen als Spielgeräte in Kindergärten.

Insbesondere bezieht sich das Institut bei seiner Stellungnahme – externer Link – auch auf die Aussage des Reifenherstellers Continental. Dieser erklärt, dass er „Autoreifen und -schläuche für die Verwendung als Spielgeräte nicht geeignet halte.“

Gerade die bei der Reifenherstellung polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und hocharomatische Öle (HA-Öle), die bei der Herstellung von Reifen verwendet werden, stehen im besonderen Verdacht Erbgutveränderungen und Krebs auszulösen. Diese fallen daher unter das derzeitige, strenge europäische Gefahrgutrecht.

Wen es interessiert, hier das gesamte Schreiben im Original:

LRA-UA-FB53-wegen-Altreifenablagerung

Ein Kompliment muss ich Frau Schnitzer allerdings machen, für eine Behördenmitarbeiterin ist sie wirklich verdammt schnell. Keine zwei Stunden später und das auch noch am Freitag Nachmittag, liegt ihre wie immer freundliche, fachlich korrekte und ausführliche Antwort in meinem Postfach.

Bildnachweis Beitragsbild:
free license von www.archives.gov
National Archives Identifier (NAID) 542531 – BURNING_OF_TIRE_DUMP_CREATES_SMOKE_HAZARD_-NARA-_542531

Altreifen im Altenberg

Während eine Rundgangs durch den Altenberg am 21. Juli 2017, bin ich am mittleren Weinbergsweg auf zwei abgelegte, alte Traktorreifen gestoßen. Nachdem es sich bei der Weinbergslage Altenberg nicht um eine Filiale der kommunalen Entsorgungsbetriebe handelt, habe ich den mutmaßlichen Verursacher angeschrieben.

„Sehr geehrter Herr Urlaub,
während eines Kontrollganges im Laufe der letzten Woche ist mir aufgefallen, dass auf Ihrem Grundstück 5306, in der Weinbergslage Altenberg (Neuer Berg, mittlerer Weinbergsweg), zwei alte Traktorreifen abgelagert wurden.

Unabhängig davon, dass es sich für einen landwirtschaftlicher Betrieb, der seine Eigenwerbung mit „Natur erleben“ und „naturnahen Weinan- und –ausbau“ umschreibt, eigentlich selbstverständlich sein sollte, solche Maßnahmen zu unterlassen, wird hier gegen verschiedenste Abfall- und Umweltschutzgesetze verstoßen ( z.B. § 326 StGB, KrWG, BNatSchG et al. / ff).

Ich denke, es sollte Ihnen möglich sein, die Reifen bis zum 01. August 2017 zu entfernen und einer geordneten Entsorgung zuzuführen.

Besten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!“

Hier der Brief im Original:

2017.07-Weinbau-Urlaub-wegen-Altreifenablagerung

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Schon am nächsten Morgen erhielt ich E-Mail, aber merkwürdigerweise nicht vom mutmaßlichen Verursacher, sondern vom Amt für Immissionsschutz und Abfallrecht (FB 53) am Landratsamt Würzburg (externer Link).

Ich hatte die Behörde eigentlich nur mehr oder weniger beiläufig, im Rahmen einer anderen, äußerst fragwürdigen Bauschuttablagerung, ebenfalls am Altenberg, angeschrieben.

„die Altreifen werden lt. Auskunft von Herrn Urlaub als Sandkästen genutzt. Hierbei handelt es sich abfallrechtlich um eine Verwertungsmaßnahme, die zum Ende der Abfalleigenschaft dieser Reifen führt (s. § 5 Abs. 1 KrWG). Wie Sie z. B. auch Anzeigen und Tipps im Internet entnehmen können oder Ihnen evtl. aus eigener Anschauung bekannt ist, ist es durchaus üblich, Spielgeräte wie Schaukeln, Wippunterlagen oder Sandkästen aus alten Reifen zu bauen. Es ist hierfür also auch ein Markt bzw. eine Nachfrage vorhanden. Der Winzer hat hier die Abfallhierarchie (§ 6 KrWG) beachtet, indem er die Reifen vorrangig zur Beseitigung, die Sie in Ihrer Email ansprechen, zu einem anderen Zweck eingesetzt und somit verwertet hat. Er ist hierdurch seiner gesetzlichen Abfallerzeuger- bzw. besitzerpflicht, Abfälle vorrangig zu verwerten, nachgekommen. Einen Verstoß gegen das KrWG kann ich hier nicht erkennen.“

Auch hier die E-Mail im Originaltext:

Ablagerung-von-Bauschutt-am-Theilheimer-Altenberg

Anmerkung des Verfassers: KrWG steht für Kreislaufwirtschaftsgesetz – mehr Infos auf der Seite des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit – externer Link.

Jetzt nimmt der Wahnsinn so langsam Fahrt auf. Wen es interessiert – hier geht es weiter …

B 26n: Problemverschiebung statt Problemlösung

Veranstaltungshinweis

mit Prof. Dr. Huber Weiger (BN)
am 30.10.2016 um 15.00 Uhr in Würzburg, Vierröhrenbrunnen

Wir laden sie alle sehr herzlich zur Kundgebung am Sonntag, den 30. Oktober 2016 auf den Platz am Vierröhrenbrunnen in Würzburg ein.
Als Hauptredner konnten wir Prof. Dr. Hubert Weiger vom Bund Naturschutz gewinnen. Er wird sich zum aktuellen Bundesverkehrswegeplan äußern.

Die Begrüßung erfolgt durch unseren ersten Vorsitzenden Matthias Zorn. Für die musikalische Umrahmung sorgt unser Vorstandsmitglied Bernhard von der Goltz.

Matthias Zorn, 1. Vorsitzender
BI Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n e.V.

und

Steffen Jodl
Diplom-Biologe
Geschäftsführer BUND Naturschutz in Bayern e.V. Kreisgruppe Würzburg

Erntezeit

Es ist wieder soweit. Die Nussbäume des BUND Naturschutz Theilheim am Käseweideweg, tragen auch in diesem Jahr wieder viele Früchte. Wir laden die Theilheimer Bevölkerung ein sich zu bedienen und die schmackhaften Walnüsse einzusammeln. In etwa um den 20. bis 25. September, dürfte es wieder soweit sein. Bitte natürlich nur in haushaltsüblichen Mengen (etwa eine Einkaufstasche voll), damit möglichst viele Theilheimer etwas davon haben. Wer noch nicht weiß,wo sich die Nussbaumallee genau befindet, hier finden Sie weitere Informationen.

Ebenfalls Ende September bis Mitte Oktober, sind die Herbstäpfel auf unserer Streuobstwiese am südlichen Ortseingang (Regenüberlaufbecken) reif. Natürlich sind alle Theilheimer auch hier eingeladen, sich an den köstlichen Äpfeln zu bedienen.