Die Birken dürfen nicht gefällt werden

 Die Mitglieder der Ortsgruppe Theilheim sind mit vielen Bürgern entsetzt darüber, dass ohne jede Not die Birkenzeile am Dreschplatz gefällt werden soll, um Neupflanzungen zu weichen. Es sind kerngesunde Bäume mit einem Alter von über dreißig Jahren, die inzwischen auch das Ortsbild prägen. 

Gerade in diesen sonnigen Herbsttagen waren sie eine Zier für das Gemeindebild. 

Wir geben zu bedenken, dass Großbäume durch Wetterextreme immer mehr verschwinden. Dadurch werden die Folgen des Klimawandels verstärkt. Gerade die Birken, die zu einem Bachlauf passen und sehr resistent sind, sind keine wirkliche Gefahr, weil sie abgesehen von kleinem Reisig und Blättern keine Äste abwerfen und sehr standfest sind. Mag sein, dass man heute andere Bäume am Bachlauf pflanzen würde. Ein so alter Baumbestand ist aber extrem wertvoll für die Klimabilanz. Selbst eine ganze Reihe jung gepflanzter Bäume kann keinen einzigen alten Baum ersetzen. Das dauert viele Jahre. Bäume haben nun einmal Blätter. Das hat seinen Sinn für die Natur und für uns Menschen. Allergien verschwinden nicht aus der Welt, indem man Bäume absägt. 

Deshalb sind wir dankbar, dass das Abholzen der Birken noch einmal auf die Tagesordnung des Gemeinderats kommen soll. Wir hoffen auf eine andere Entscheidung. Schließlich hat sich unsere Ortsgruppe durch Pflanzungen mehrfach für das Ortsbild eingesetzt. Beispiele sind die Streuobst-Bäume an der Ausfahrt nach Randersacker, eine Trauerweide am Jakobsbach oder die beliebte Nussbaum-Allee oberhalb des Kuttenloch-Grabens zum Altenberg hin. 

Ein großer Bergahorn auf dem Spielplatz an der Schule hat den Anschlag eines Baumfrevlers leider nicht überlebt. 

Wir bitten auch die Bürger, uns bei dem Anliegen, die Birken zu erhalten, zu unterstützen. Besser fünf Bäume pflanzen, als einen absägen. 

Richard Wust
Ortsvorsitzender Bund Naturschutz Theilheim